Jüngste NHS-Reformen haben nicht zu unnötigen Wartezeiten für die Wahlchirurgie in England geführt

Eine Studie, die soeben auf bmj.com veröffentlicht wurde, berichtet, dass die jüngsten Reformen des NHS, wie die Einführung der Patientenauswahl und des Anbieterwettbewerbs, keinen negativen Einfluss auf die Chancengleichheit in Bezug auf Wartezeiten bei elektiven Operationen in England hatten. Für den NHS wurden die Krankenhauswartezeiten bis vor kurzem als erhebliches Problem angesehen. Di

Eine Studie, die soeben auf bmj.com veröffentlicht wurde, berichtet, dass die jüngsten Reformen des NHS, wie die Einführung der Patientenauswahl und des Anbieterwettbewerbs, keinen negativen Einfluss auf die Chancengleichheit in Bezug auf Wartezeiten bei elektiven Operationen in England hatten.
Für den NHS wurden die Krankenhauswartezeiten bis vor kurzem als erhebliches Problem angesehen. Die Wartezeiten sind jedoch deutlich gesunken, seit die Regierung in den letzten zehn Jahren das Angebot an Ärzten erhöht, die Finanzierung des Gesundheitswesens erhöht, harte Zeitvorgaben gesetzt und in jüngerer Zeit marktbasierte Reformen eingeführt hat.
Bisher war unklar, ob der Rückgang der Wartezeiten in Bezug auf den sozioökonomischen Status gerecht verteilt wurde.
Um mehr zu erfahren, untersuchte ein Forscherteam um Zack Cooper und Julian Le Grand von der London School of Economics & Political Science die Wartezeiten. Die Patienten in der Auswertung unterzogen sich in England zwischen 1997 und 2007 drei Schlüsselwahlverfahren: Hüftgelenkersatz, Knieersatz und Katarakt-Reparatur. Die Verteilung der Unterschiede zwischen sozioökonomischen Gruppen wurde dann analysiert.
Die Wartezeiten wurden als Tage gemessen, die von der Überweisung für die Operation bis zur Operation selbst vergingen. Die Ergebnisse bezogen sich dann auf die Patientenpostcodes. Der sozioökonomische Status wurde anhand eines anerkannten Entzugsindex berechnet.
Die Ergebnisse zeigten, dass die durchschnittlichen Wartezeiten zunächst stiegen und dann im Laufe der Zeit stetig abnahmen. Bis zum Jahr 2007 gab es in der Bevölkerung weit weniger Unterschiede in den Wartezeiten.
1997 warteten Personen aus benachteiligten Gebieten länger auf eine Behandlung als solche aus wohlhabenderen Gebieten. Aber bis 2007 war dieses Phänomen verschwunden. In einigen Fällen warteten Patienten aus benachteiligten Gebieten weniger Zeit als Patienten aus wohlhabenderen Gebieten.
Viele befürchteten, dass die NHS-Reformen der Regierung zu Ungleichheit oder Ungerechtigkeit führen würden. Diese Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Ungleichheit in Bezug auf die Wartezeiten nicht zugenommen hat. In Wirklichkeit, wenn überhaupt, hat es wesentlich abgenommen.
Die Autoren erklären: "Diese Ergebnisse können zwar nicht belegen, welche politischen Mechanismen zu verkürzten Wartezeiten und einer verbesserten Eigenkapitalausstattung geführt haben, sie bestätigen jedoch, dass diese Reformen nicht zu der von vielen vorhergesagten ungerechten Verteilung der Wartezeiten auf die sozioökonomischen Gruppen geführt haben."
Während die Regierung weiterhin die Bedeutung von Wahlmöglichkeiten und Wettbewerb hervorhebt, sollten diese Ergebnisse in die Debatte darüber einbezogen werden, ob diese Reformen im Wesentlichen zu mehr Gerechtigkeit oder Ungleichheit führen werden.
"Eigenkapital, Wartezeiten und NHS-Reformen: Retrospektive Studie"
Zachary N Cooper, Doktor der öffentlichen Politik, Alistair McGuire, Professor für Gesundheitsökonomie, S Jones, Chefstatistiker, J Le Grand, Richard Titmuss Professor für Sozialpolitik
BMJ 2009; 339: b3264
bmj.com
Geschrieben von Stephanie Brunner (BA)