E. Coli Ausbruch, Gemüse Sprossen höchstwahrscheinlich die Ursache, sagen deutsche Behörden

Der aktuelle E.-coli- Ausbruch sei vermutlich auf Gemüsesprossen von einem Bio-Bauernhof in Norddeutschland zurückzuführen, kündigten heute Sprecher des Robert-Koch-Instituts, des Instituts für Risikomanagement und des Verbraucherschutzministeriums an. Der Ausbruch hat bisher den Tod von 30 Menschen verursacht und über 3.000 k

Der aktuelle E.-coli- Ausbruch sei vermutlich auf Gemüsesprossen von einem Bio-Bauernhof in Norddeutschland zurückzuführen, kündigten heute Sprecher des Robert-Koch-Instituts, des Instituts für Risikomanagement und des Verbraucherschutzministeriums an. Der Ausbruch hat bisher den Tod von 30 Menschen verursacht und über 3.000 krank gemacht. Rash-Kommentare und Gerüchte von deutschen Beamten wurden für die Milliarden Euro an Einkommens- und Produktionsverlusten der Bauern verantwortlich gemacht.
Dieser Ausbruch von E. coli hat sich auf 13 verschiedene Länder ausgebreitet.
Die Sprecher sagten:

"Auch wenn es keine Beweise gibt, die das Vorhandensein des Ausbruchsquellenstamms bestätigen können, ist die Beweismittelkette so belastend geworden, dass die Bundeseinrichtungen und die Bundesstaaten davon ausgehen müssen, dass der E. coli-Ausbruch hier begonnen hat."

Die deutschen Behörden sind von Landwirten, Bürgern und Politikern aus Spanien und dem Europäischen Parlament heftig kritisiert worden, weil sie zu Verwirrung, wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Suche nach der Ursache dieses Ausbruchs geführt haben.
Anfangs deuteten die Behörden auf spanische Gemüsebauern, insbesondere auf Gurken. Das war für spanische Gemüseexporte praktisch der Todeskuss, als Land-nach-Land sie blockierte. Dann sahen regionale Beamte im niedersächsischen Staat, dass es aussah, als seien in Norddeutschland angebaute Gemüsesprossen wohl schuld. Andere behaupteten, dass nur 30% der erkrankten Menschen Sprossen gegessen hätten, und verdächtigte Tomaten und Salate.
Wissenschaftler sagen, niemand wird je 100% sicher sein, wo der Ausbruch begann, aber Gemüsetriebe scheinen die wahrscheinlichsten Täter zu sein.
Die tägliche Anzahl der Neuinfektionen ist gesunken. Niemand ist sich noch sicher, ob dieser Rückgang darauf zurückzuführen ist, dass die Quelle aus der Lieferkette eliminiert wurde oder der Verbrauch von Sprossen gesunken ist.
In den Keimsproben wurden keine E. coli- Stämme gefunden, die mit denen in infizierten Personen gefunden wurden. Den Wissenschaftlern gelang es jedoch, gastronomische Einrichtungen wie Mensen und Restaurants mit Sprossen in Gebieten mit den höchsten Infektionsraten zu verbinden. Diese Art von Daten kann nicht ignoriert werden.
Der Bio-Bauernhof hat zehn Arbeiter, von denen drei an einer E. coli- Infektion erkrankten.
Forscher sammelten Daten aus Restaurantmenüs, wenn sie versuchten, die Quelle des Ausbruchs ausfindig zu machen. Sie sagen, dass diese Art von Daten zuverlässiger ist, dass Patienten berichten, was sie getan haben. Sie berechneten, dass Kunden, die Sprossen konsumiert hatten, eine sechsmal höhere Wahrscheinlichkeit hatten, sich im Vergleich zu anderen zu infizieren. Von den 55 Essenseinrichtungen wurden 26 mit Kunden in Verbindung gebracht, die erkranken. Eine andere Studie ergab jedoch, dass von 24 erkrankten Patienten nur 6 sagten, sie hätten Sprossen gegessen.
Die Sprossen selbst könnten durch verschmutztes Wasser, infizierte Menschen oder die Samen verunreinigt worden sein.
Deutsche Behörden sagen ihren Bürgern, dass Tomaten, Gurken und Salat sicher sind, aber vorerst versuchen, Gemüsesprossen zu vermeiden.
Geschrieben von Christian Nordqvist