Kinder über 5 mit schwacher Schweinegrippe müssen nicht antivirale Medikamente gegeben werden, sagt Weltgesundheitsorganisation

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angekündigt, dass Kinder mit schweren oder sich verschlechternden Krankheiten und solche mit dem Risiko schwerer Komplikationen durch eine Schweinegrippe (H1N1) sofort antiviral behandelt werden sollten - dies schließt alle Kinder unter 5 Jahren ein. Jedoch müssen ansonsten gesunde Kinder über 5 Jahren, die leichte Symptome haben, keine antivirale Behandlung erhalten, es sei denn, ihr Zustand verschlechtert sich. Di

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angekündigt, dass Kinder mit schweren oder sich verschlechternden Krankheiten und solche mit dem Risiko schwerer Komplikationen durch eine Schweinegrippe (H1N1) sofort antiviral behandelt werden sollten - dies schließt alle Kinder unter 5 Jahren ein.
Jedoch müssen ansonsten gesunde Kinder über 5 Jahren, die leichte Symptome haben, keine antivirale Behandlung erhalten, es sei denn, ihr Zustand verschlechtert sich.
Die WHO sagte, dass nach den jüngsten Veröffentlichungen zweier klinischer Übersichten einige Bedenken hinsichtlich der Zweckmäßigkeit der Verabreichung von Virostatika an einige Kinder aufgekommen seien.

Folgende sollten als Gefahrenzeichen und Symptome betrachtet werden:

  • Kurzatmigkeit während körperlicher Aktivität oder Ruhe
  • Atembeschwerden
  • Gesicht wird blau
  • Brustschmerz
  • Farbiger oder blutiger Sputum
  • Veränderter Geisteszustand
  • Fieber, das über drei Tage anhält
  • Hypotension (niedriger Blutdruck)

  • Bei Kindern sind folgende Gefahrenzeichen ebenfalls vorhanden:
    • Schnelles oder schweres Atmen
    • Mangel an Wachsamkeit
    • Schwierigkeiten beim Aufwachen
    • Wenig Lust zu spielen
    • Keine Lust zu spielen
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Angehörige der Gesundheitsberufe, Patienten und Personen, die häusliche Pflege anbieten, müssen sich dieser Anzeichen bewusst sein, da sie auf ernsthafte Komplikationen hindeuten können. Wenn eines der Anzeichen bei einer Person auftritt, bei der eine H1N1-Infektion (Schweinegrippe) bestätigt oder vermutet wird, sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden, da die Progression sehr schnell sein kann.
Im Vereinigten Königreich gibt es Bedenken wegen der übermäßigen Verwendung antiviraler Medikamente, wie Tamiflu, sowie des weitverbreiteten Mangels an Adhärenz - Menschen, die den antiviralen Kurs beginnen, ihn aber nicht abschließen. Wenn Menschen ihren Behandlungsverlauf nicht abschließen, steigt das Risiko von Resistenzen deutlich an.
Geschrieben von Christian Nordqvist